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Bauzinsen über vier Prozent: Zehnjährige Bindung bei 4,22 Prozent

Die Baufinanzierung ist im Oktober so teuer wie seit 2011 nicht: Zehnjährige Zinsbindungen kosten 4,22 Prozent, 15-jährige 4,37 Prozent, binnen eines Monats ein Anstieg um 0,30 und 0,22 Punkte. Treiber sind die EZB-Zinserhöhung vom 10. September und Bundesanleihen auf dem höchsten Stand seit 2009. Interhyp-Chef Jörg Utecht nennt vier Prozent „die neue Realität“, FMH-Gründer Max Herbst erwartet 4,5 Prozent zum Jahresende.

Von Sven Ahlborn, Redaktion Maklernation: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Die Bauzinsen haben im Oktober 2026 die Vier-Prozent-Marke auf ganzer Breite überschritten. Nach dem Zinskommentar von ImmobilienScout24 vom 5. Oktober kostet eine Baufinanzierung mit zehn Jahren Zinsbindung 4,22 Prozent, im Vormonat waren es 3,92 Prozent; bei 15 Jahren Bindung liegt der Satz bei 4,37 Prozent nach 4,15 Prozent. Keine Laufzeit liegt mehr unter vier Prozent.

Zwei Faktoren treiben die Entwicklung. Die Europäische Zentralbank hat am 10. September den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent angehoben, weil die Inflation im Euroraum mit 3,2 Prozent deutlich über dem Ziel von zwei Prozent liegt. Und die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, an der sich die Banken bei der Refinanzierung orientieren, erreichte im September den höchsten Stand seit 2009. Interhyp-Vorstandschef Jörg Utecht: „Zinsen um die vier Prozent sind die neue Realität, auf die man sich einstellen kann.“ Max Herbst von der FMH-Finanzberatung geht weiter: „Ich sehe die Bauzinsen zum Jahresende bei 4,5 Prozent und darüber.“

Für einen Kredit über 400.000 Euro bedeutet der Anstieg von 3,92 auf 4,22 Prozent rund 100 Euro mehr Zinsen im Monat; gegenüber den gut drei Prozent von Anfang 2025 sind es etwa 400 Euro.

Was das für Makler heißt

Käufer, die im Sommer gerechnet haben, müssen neu rechnen, und viele werden abspringen; Maklerbüros sollten Finanzierungsvorbehalte in Reservierungen ernst nehmen und Käufer früh an Finanzierungsberater verweisen, statt Besichtigungen mit ungeklärter Finanzierung zu füllen. Das Verkaufsargument liegt auf der Preisseite: Steigende Zinsen drücken auf die Nachfrage und damit auf die Preise, und Verkäufer, die das verstehen, verkaufen schneller. Herbsts Prognose von 4,5 Prozent zum Jahresende ist dabei das Argument für Käufer, nicht zu warten.

Quelle

Laut Maklernation

„Die Baufinanzierung ist im Oktober so teuer wie seit 2011 nicht: Zehnjährige Zinsbindungen kosten 4,22 Prozent, 15-jährige 4,37 Prozent, binnen eines Monats ein Anstieg um 0,30 und 0,22 Punkte. Treiber sind die EZB-Zinserhöhung vom 10. September und Bundesanleihen auf dem höchsten Stand seit 2009. Interhyp-Chef Jörg Utecht nennt vier Prozent „die neue Realität“, FMH-Gründer Max Herbst erwartet 4,5 Prozent zum Jahresende.“

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