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Hamburgs Makler sind sich einig: Jeder Betrieb meldet mehr Mietnachfrage als Angebot

Der Regionalverband IVD Nord hat seine Hamburger Mitgliedsunternehmen befragt: Alle berichten von einem Nachfrageüberhang am Mietwohnungsmarkt, bei der vorherigen Erhebung waren es 94 Prozent. Der Verband spricht von strukturellem Druck und fordert mehr Wohnungsbau. Am Eigentumsmarkt sieht er dagegen ein neues Gleichgewicht, bei dem Energieeffizienz zum entscheidenden Wertfaktor wird.

Von Sven Ahlborn, Redaktion Maklernation: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Hamburgs Makler sind sich einig: Jeder Betrieb meldet mehr Mietnachfrage als Angebot
Symbolbild: Maklernation (KI-generiert)

In Hamburg gibt es keinen Makler mehr, der am Mietmarkt genug Wohnungen für seine Interessenten hat. Bei der jüngsten Umfrage des Regionalverbands IVD Nord unter den Mitgliedsunternehmen der Hansestadt meldeten 100 Prozent einen Nachfrageüberhang; bei der vorherigen Erhebung waren es 94 Prozent. Der Verband spricht von einem Mietmarkt, der „strukturell unter Druck" stehe, und fordert mehr Wohnungsbau, um das Angebot zu entlasten.

Anders der Eigentumsmarkt: Dort sieht der IVD Nord ein neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, bei dem die Energieeffizienz zum entscheidenden Wertfaktor geworden ist. Sanierte Objekte verkaufen sich, unsanierte brauchen Preisnachlässe. Das deckt sich mit dem bundesweiten Wohn-Preisspiegel 2026/27, den der IVD am 6. Oktober vorgelegt hat: Die große Preiskorrektur der vergangenen Jahre ist demnach abgeschlossen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen im Bestand legten 2025 wieder leicht zu, und die Entwicklung hält im ersten Halbjahr 2026 an. Der Zugang zu Wohneigentum bleibt wegen hoher Finanzierungshürden für viele Haushalte schwierig.

Der IVD vertritt rund 6.200 Unternehmen aus Vermittlung, Verwaltung und Bewertung; die Regionalverbände erheben ihre Marktdaten durch Mitgliederbefragungen.

Was das für Immobilienprofis heißt

Ein Mietmarkt ohne Angebot ist für Makler ein Markt ohne Umsatz: Die Vermittlungsprovision fällt beim Vermieter an, und der braucht keine Hilfe, wenn auf jede Anzeige Hunderte Anfragen kommen. Die Umsatzchance liegt im Eigentumsmarkt, und dort beim Thema Energie: Wer den Energieausweis lesen, Sanierungskosten schätzen und Förderung erklären kann, vermittelt die unsanierten Objekte, die sonst liegen bleiben.

Quellen

Laut Maklernation

„Der Regionalverband IVD Nord hat seine Hamburger Mitgliedsunternehmen befragt: Alle berichten von einem Nachfrageüberhang am Mietwohnungsmarkt, bei der vorherigen Erhebung waren es 94 Prozent. Der Verband spricht von strukturellem Druck und fordert mehr Wohnungsbau. Am Eigentumsmarkt sieht er dagegen ein neues Gleichgewicht, bei dem Energieeffizienz zum entscheidenden Wertfaktor wird.“

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